In der Nacht zum 20. Mai 2014 wurde in Konstanz die Flüchtlingsfamilie bestehend aus den vier Schwestern Sefda (13), Fidan (10), Nakie (8) und Isik (7) und ihren Eltern von der Polizei abgeholt, um nach Mazedonien abgeschoben zu werden. Der Familie wurden nur 10 Minuten gegeben, ihre persönliche Habe zu packen, es blieb keine Zeit, sich von Freunden zu verabschieden. Die Abschiebung aus dem Lager in der Steinstraße mitten in der Nacht geschah ohne vorherige Ankündigung und kam völlig unerwartet. Von der Ausländerbehörde hatte die Familie erst wenige Tage zuvor eine Duldung für drei Monate erhalten. Diese Papiere sind jedoch für die Behörden nicht bindend zur “Aussetzung der Abschiebung, was bei den anderen Flüchtlingsfamilien für ein Klima der Angst sorgt. „Wer soll in diesen Mauern noch ruhig schlafen, wer soll hier am nächsten Tag zur Schule gehen und lernen können, wenn jederzeit die Polizei zum Abtransport in der Zimmertüre stehen kann“, so eine erste Reaktion aus dem Kreis der Unterstützerinnen und Unterstützer der Flüchtlinge. Da die Familie in Begleitung der Polizei in einen Reisebus gebracht wurde, steht zu befürchten, dass es sich in dieser Nacht um eine so genannte Sammelabschiebung von Roma gehandelt hat.

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